Hans Solo

Geboren am 26.02.1967 in Bensberg

An und für sich fing meine sportliche Karriere ziemlich beschissen an. Meine ersten Versuche in der Welt der Zweiräder (mein erstes Rennrad) endeten 1977 am Kühlergrill eines Ford Granada. Linkes Bein drei mal und rechtes Bein ein mal gebrochen, davon ein offener Unterschenkelbruch. Fast fünf Monate Streckverband, d.h. Nägel durch die Ferse und Gewichte dran. Trotzdem die fünfte Klasse geschafft. Rückblickend denke ich, daß ich in dieser Zeit meinen, teilweise extrem starken Willen gebildet habe. Was die Ärzte jedoch nicht bemerkten war ein Riss im rechten Trommelfell. Bei der Schwimmtherapie zum Muskelaufbau und der darauf folgenden Mitgliedschaft im Schwimmverein SC Neptun hat sich Chlorwasser im rechten Mittelohr gesammelt, wodurch sich ein Geschwür gebildet hat. Dieses wurde 1978 operativ inclusive aller Gehörknöchelchen entfernt. Kein guter Start, wie gesagt.

1979 Bin ich Rollerskates, meistens auf der Domplatte gefahren. Zu dieser Zeit hatte ich jedoch schon ein umgebautes Bonanzarad mit Endurolenker und drei Gang Handschaltung vom Mofa. Hi Tec zu dieser Zeit. In der Wahner Heide (Panzer Sperrgebiet) sind wir zu dieser Zeit Matschrennen gefahren.
Zu Weihnachten habe ich mein erstes BMX Rad von meinen Eltern geschenkt bekommen. Ein silbernes
Schauff mit Alu Guss Felgen und zwei Gang Schaltung. Durch meine Krankenhauskarriere bisher wollte sich bei meinen Eltern keine große Freude über meine sportlichen Ambitionen einstellen. Verständlich.

Foto: Wahn Heide am Bauspielplatz. Auf dem Platz haben wir dann 2009 mit "Kölner Stadtmusikanten"das Video zu 40 Räuber gedreht.

1980 Mein Rad wurde geklaut. Da ich zu dieser Zeit jedoch schon meinen starken Willen ausgeprägt hatte, bekam ich ein neues. Ein Rampar mit gelben Tuff Wheel 1. Auf diese Weise bin ich zur Coaster Brake gekommen. Ich hatte mir jedoch damals schon mal Freilauf eingebaut, mit einer Feder und zwei Unterlegscheiben. Funktionierte genau so gut wie die Modelle heute. Hatte jedoch den Nachteil, wie einige Modelle heute auch, daß man beim Antreten schon mal ins Leere trat. Deshalb hab ich wieder die Coaster eingebaut und bin bis heute dabei geblieben. Zu dieser Zeit lernte ich auf der Domplatte die damaligen Cracks kennen. Andy Tittmann, Uli Heitkamp, Marco Ribau sowie George, Herrn Zims usw.
Die Jungs waren in gewisser Weise Idole, da sie schon Bunny Hops über neun Leute konnten und Kuwahara und Redline fuhren. Unbezahlbar zu dieser Zeit. Die ersten Rampen wurden gebaut. Auf der Domplatte stand zu dieser Zeit immer die grüne Bühne, mit Treppen drum herum. Wir haben dann Bretter geklaut und eine Rampe zum Springen auf die Bühne gebaut.

Foto: Schulhof Humboldgymnasium Porz. Da haben wir immer rumgehangen, weil's da überdachte Bereiche gab, wo wir dann auch mit Breakdance angefangen hatte. Im Winter wra's oft hart, weil kalt. Die multimediale UNterhaltungswelt wie heute gab's ja noch nicht.

1981 Mein erstes richtiges Rennen am Butzweiler Hof. Matschrennen wurde ich es nennen. Nix mit Racetrack wie heute und so. Matschrennen konnte ich jedoch aus meiner Bonanzaradzeit gut. Außerdem hatte ich die Adresse von Hajos BMX Shop bekommen und hatte mir von meinem Taschengeld und Elternsponsoring einen Alu V-Lenker in blau und blaue Arayas gekauft. Mit Leerlauf. Rennen bin ich immer mit Leerlauf gefahren. Mehr gereizt hat mich jedoch immer das Trickfahren. Deshalb haben wir uns immer an der Radrennbahn auf der Groov in Zündorf getroffen. Dort habe ich dann die Zündorfer kennengelernt. Unter anderem Ralf und Michael Maier.
Irgendwann im Spätsommer muß dann das erste Rennen bei Schauff, auf der Strecke Golden Mile hinter der Fabrik stattgefunden haben. Dort sind wir hingefahren und ich bin prompt zweiter geworden. Dort habe ich dann Herrn Lange von Radsport Lange kennengelernt. Dieser meinte, ich hätte Talent. Er wollte mir leihweise ein richtig gutes Rad geben, mit welchem ich auf dem ersten Lauf der Westdeutschen Meisterschaft in Darmstadt starten sollte. Außerdem habe ich noch ein Betriebspraktikum bei Blaupunkt gemacht.

Foto: Rampe in der Hansestarsse/Fuggerstrasse

1982 Die Rennen bei Schauff finden jetzt regelmäßig statt. Beim Rennen in Darmstadt habe ich Ivi Vidakovic kennengelernt. Er hatte schon damals den Ruf, unschlagbar zu sein. Ich habe das Rennen gewonnen und hatte meinen ersten Sponsor. Seit dem war ich Racemäßig auf CW unterwegs. Da ich bei Lange Prozente für mein privates Rad bekam, kaufte ich mir einen National Pro Rahmen und Gabel. Jetzt hatte ich ein Freestyle Bike und ein Race Bike. Für einen Jungen in meinem Alter das größte Glück der Erde. Alles drehte sich nur noch um eines. BMX. In den Ferien sind wir teilweise mit dem Rad bis nach Hennef gefahren (30 km), dort in der damals ersten Halfpipe (kein Flat, keine Plattform, zwei Meter breit und vier Meter hoch) in der Nähe gefahren, abends wieder mit dem Rad nach Hause und am nächsten Tag wieder hin. Somit war klar: Wir brauchen eine eigene Halfpipe. Zu dieser Zeit hatten wir einen Platz in der Hansestraße. Dort hatten wir uns ein paar Jumpramps gebaut und auch schon eine Quarterpipe (vier Meter hoch). Wir haben dann Holz geklaut und eine Halfpipe gebaut. Da wir damals keine richtige Ahnung hatten, wurde die Rampe ebenfalls vier Meter hoch, belegt mit Plakatwandrückwänden und Teppichfliesen. Aber auch von dort wurden wir dann vertrieben.

Foto: Westdeutsche Meisterschaft abgeräumt. Race allerdings damals noch.

1983 Unser neuer Platz sollte neben dem damaligen Plaza liegen, wo heute der Bahr Baumarkt steht. Dort hatten wir zwei Quarterpipes, eine Smallramp, eine BMX Strecke und eine alte Bauhütte zum abhängen. Uns wurde klar: Wir brauchen eine richtige Halfpipe. Meine Eltern sagten mir, ich solle mal zu Herrn Speck vom GSV (Gymnasialsportverein) gehen, um zu fragen, ob man eine entsprechende Abteilung aufmachen könne. Ich habe dann Unterschriften von ca 20 Freunden gesammelt und bin hin gefahren. Herr Speck war sofort Feuer und Flamme, auch weil sein Sohn Holger Skateboard fuhr und ein ähnliches Problem hatte. Somit wurde die BMX und Rollerskateabteilung gegründet und ich bekam meinen ersten verantwortungsvollen Posten. Abteilungsleiter. Wir bekamen dann auch sofort einen Platz zugewiesen und bauten unsere zweite Halfpipe. Vier Meter breit, 3,50 m hoch. Mit Flat (damals noch Holywood genannt, von Holywood Pipe, warum weiß ich bis heute nicht) und Plattformen. Diese stand dann auf der Wiese hinter der Gymnastikhalle in Porz. Leider im Wohngebiet, was zu unseren ersten Kontakten mit der deutschen Justiz führte. Klage der Anwohner führte zum Abbau der Rampe (kommt mir bekannt vor). Deshalb bekamen wir einen neuen Platz am Clubheim. Dort war allerdings nur Platz für zwei Quarterpipes und eine Smallramp. Der Winter nahte und wir durften unsere Rampen im alten Krages Sägewerk aufstellen. Der erste Winter wo wir BMX Fahren konnten. Zwar ohne Heizung und Strom, aber immerhin. Zu dieser Zeit trainierte ich Bunny Hop auf Weite, da ich beim Sport Pressefest am 10. Nov. ins Guinnesbuch wollte, was mir auch gelang. Bunny Hop über 19 liegende Menschen. Die Freude währte nur kurz, da ein Jahr später irgend jemand über 21 Leute sprang. War auch egal, denn schließlich ging es um darum, öffentliches Interesse zu wecken und den Menschen zu demonstrieren, was man mit einem Kinderrädchen alles erreichen kann. Somit war der Einstieg ins Showgeschäft geschafft. Von nun an gings nur noch steil Bergauf. Zu jeder Gelegenheit durften wir unser Können demonstrieren. Polizei Sport und Musikschau, Oktoberfest, Inselfest usw. Dadurch bekam der Verein Geld und wir kamen unserem Ziel in greifbare Nähe. Racemäßig nahm ich an der Weltmeisterschaft in Slagharen teil und belegte Platz 12. Außerdem kam Eddy Fiola nach Troisdorf. Wir bekamen von der Stadt Köln einen Platz am Finkenberg zugewiesen, wo wir eine BMX Strecke bauen durften. Die Reste davon stehen heute noch dort und ein paar Jumps werden immer noch genutzt. Breakdance war in und ich lernte so die Maronna Brüder und Beule kennen.

Foto. Ich und mein Freund Frank Wilberg, der 1999 leider bei einem Tauchunfall um's Leben gekommen ist. Neben Plaza, heute Real auf dem Platz wo heute Polster Trösser ist

.

1984 Raceeuropameisterschaft, ich glaube in Birmingham. Dort landete ich leider nicht im Finale, sondern auf dem Brustbein. Heftig und somit Pause für einige Zeit. Beim Herbstpokal war ich jedoch wieder fit und holte mir die Numberplate Nummer 4. Allerdings war dieses auch die Zeit, wo der BDR anfing, mit schwachsinnigen Regeln die Rennen so langweilig zu gestalten, daß viele aufhörten. Ich verlagerte meine Interesse komplett auf Freestyle, nachdem ich bei mehreren Rennen wegen angeblicher Showsprünge disqualifiziert worden bin. Wer als Zuschauer hinter dem Double steht, muß damit rechnen, das hier und da mal einer langgesegelt kommt. Ich hatte leider eine schwangere Frau trotz Holzzaun so hart umgesemmelt, daß diese ins Krankenhaus mußte. Ihr und dem Kind ist zwar nichts passiert, was man von Herrn Blau und Herrn Krug, Funktionäre des BDR jedoch nicht sagen kann. Die machten mir mitten auf der Strecke eine riesen Szene, von wegen Showsprung. Ich war jedoch lediglich von der Pedale abgerutscht. Wie dem auch sei, ich habe die beiden Herren dann zu den Sanitätern geschickt, wurde disqualifiziert und kehrte dem Rennsport offiziell den Rücken. Trotzdem wurde ich zum Ehrensportler der Stadt Troisdorf ernannt. In diesem Jahr kamen Ron Wilkerson und Brian Blyther nach Deutschland und die waren eh cooler wie der gesamte Racehaufen Deutschlands zusammen. Über den GSV beantragten wir bei der Stadt, in der Ecke neben der BMX Strecke eine Fläche asphaltieren zu dürfen, um dort Rampen hinzustellen. Außerdem lernte ich Marius Butic kennen und fuhr mit dem Zug öfter nach Düsseldorf zur Uni, wo ich den Rest der Sippe (Althaus, Möller, Kern, Cortes usw) kennenlernte. Beule und die Maronnas gewannen die Bravo Breakdance Meisterschaft. Meine Handgelenke waren irgendwie nicht dafür geschaffen, weshalb ich damit aufhörte. Ich fing jedoch an, Stücke nachzurappen.

Foto: Unsere Rampen am alten Plaza, heute Real. Wo die Rampe hier steht ist heute Polster Trösser..

1985 Am 21.Juli fand in der Eissporthalle in Hennef der Skyway Contest mit Robert Peterson und Maurice Meyer statt. Hendrick Martz (Patrick Pakard) fuhr auch mit. Der konnte nix und hat trotzdem gewonnen, wegen seiner Prominenz. Alle haben sich aufgeregt. Kurze Zeit bin ich dann für Schauff gefahren. Allerdings waren die Freestyle Bikes recht bescheiden, so das ich doch lieber wieder auf meinen Redline 600a umgestiegen bin. Ansonsten jede Menge Contests gefahren. Jugendpark Contests waren das Non Plus Ultra. Dadurch konnte ich immer mehr Shows fahren und lernte viele Amis kennen. Unter anderem Martin Aparijo und Dennis Langlais. Der hatte sich einen Trick Namens 270° Drop in (damals hieß der Trick glaube ich noch 360° Drop in) ausgedacht. Den konnte ich auch schon. Als wir zusammen eine Show in Recklinghausen gefahren sind, bei der auch Mülli von Sport Import anwesend war, bemerkte Dennis gegenüber Mülli, daß ich ein super Fahrer sei und somit wurde ich GT Fahrer. Wir duften neben der Strecke unseren Skatepark bauen. Zuerst bauten wir eine Halfpipe. 2,50 m hoch und vier Meter breit, mit Channel auf einer Seite, was sich schnell als Fehler herausstellte. Hängengeblieben und X-up to Gehirntrauma und Nasenfraktur. Mit Ralph Dammers, der auch ein BMX Rad hatte, fing ich an, Musik bei mir im Keller zu machen. Die ersten Scratchversuche.

Foto: Kickturn Eissporthalle Hennef. Fiese Halfpipe war das. Da sind wir morgens mit dem Rad und Rucksack hin, dann den ganzen Tag gefahren. Dann mim Rad wieder zurück. Von Porz nach Hennef sind mim Rad gut 30 km.

1986 Wieder viele Contests gefahren. Keine Ahnung mehr, wie oft ich in der nächsten Zeit Westdeutscher-, Deutscher- oder was weiß ich fürn Meister geworden bin. Auf jeden Fall eigneten sich die Pokale prima um dort Sachen drin aufzubewahren. In diesem Jahr wurde ich von Lifes a Beach und AOP (Klamotten von Anreas Althaus seiner Mutter) cogesponsort. Außerdem kaufte der GSV Titus die alte Kunstofframpe ab. Wir bauten die alte Halfpipe zur Minirampe um und bauten die Titus Halfpipe (damals mit 12 Metern Breite die größte Deutschlands) auf. Ich bin viel mit Mathias Rechenburg und Oliver Sturmann gefahren. Herr Rechenburg hat dann in Bonn in den Wesselwerken Rampen aufgestellt. Wieder eine Halle für den Winter und diesmal sogar beheizt. Zusammen mit Freddy Schneider, welcher die GFA (German Freestyle Association) gegründet hat, wurden die legendären Freestyle Camps in Bronsfeld/Schleiden (Eifel) veranstaltet. Eine unbeschreibliche Zeit. Wir lernten die Holländer (Bart und Paul de Jong usw) kennen. Die Eifel brachte es mit sich, daß wir ohne Ende Downhill gefahren sind. Nicht ohne Unfälle, zugegebenermaßen. Am Wochenende fuhren wir immer ins legendäre Tropika. DIE Skatehalle zu der Zeit. Sessions ohne Ende, die ganze Nacht durch, da man auch dort pennen durfte. Two Live Crew brachten Hey we want some Pussy raus und mit meiner Tischnachbarin und späteren Freundin Martina schrieb ich den Fotzen Rap, welchen ich zu Beats von Ralph Dammers dann auf jeder Party zum Besten gab. Bei der Musterung wurde mir Wehrdienstunfähigkeit bescheinigt. T5. Im Juli 86 habe ich dann Abitur mit 3,0 in Mathe und Sport gemacht. Da ich nicht wie erwartet zum Bund mußte, hatte ich viel Zeit zum Radfahren. Im November habe ich dann als Versicherungsvertreter bei der Vereinigten Krankenversicherung angefangen. Nicht mein Ding, ehrlich gestanden.

 

Foto: Eisporthalle Herne, Highest Air Contest 1986
 

1987 Deshalb habe ich im März 87 auch wieder aufgehört, mit dem Versicherungsvertreterdasein. Statt dessen habe ich eine Lehre zum Informationselektroniker angefangen. Ebenfalls im März. Dann wurde ich Weltmeister auf der Quarterpipe in England. Die Tizer Worlds. Sicher eines der einschneidensten Erlebnisse meines Lebens. Man hatte extra einen Empfang auf den Hauptbahnhof organisiert. Ich hatte jedoch kurzfristig umdisponiert und einen anderen Zug genommen und war schon zu Hause, als sich alle am Hauptbahnhof die Füsse plattstanden. Wir haben das dann im Clubheim nachgeholt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als erster deutscher diesen Titel im BMX Sport zu holen. Mit dem öffentlichen Interesse und den vielen Menschen, welche mir auf einmal auf die Pelle rückten, kam ich nicht gut klar. Allerdings nur, wenn die Distanz zu gering wurde. Auf der Bühne zu stehen und mein Ding zu machen, wie zum Beispiel bei Shows oder im Fernsehen bereitete mir dagegen keine Mühe. Wir hatten gute Shows wie z.B. bei Thomas Gottschalk (Na Siehste). Durch meine Erfolge hatten wir leichtes Spiel bei der Stadt Porz. Wir bauten den Skate Park immer weiter aus und bekamen einen Betonpool, welcher auch heute noch existiert. Mit meinen Kumpels aus der Lehre (Nino, Suat und Marchello) gründete ich die erste Band Namens 3PM Posse.
Bei mir im Keller nahmen wir dann hauptsächlich engliche Texte, sowie den Fotzen Rap auf.

Foto: No Footer im Kölner Jugendpark. Dürfte 1986 oder '87 gewesen sein.

1988 An einem Wochenende war es dann so weit. Ralph und ich hatten unseren ersten Auftritt im OT Ohmstraße. Dort lernte ich Daddy Roache kennen, welcher Jahre später bei dann bist du still zu hören ist. Wir fuhren gemeinsam in den Stadtgarten, wo für Amnesty International eine Jam stattfand. Mit den Rude Poets und Advanced Chemistry stand ich auf der Bühne und gab den Fotzen Rap zum Besten. Ein harter Schlag für den eher links orientierten Stadtgarten. Das Resultat waren jede Menge böser Leserbriefe und Artikel in der Stadt Revue und so. Bei der nächsten Jam im Rhenania mit Exponental Enjoyment und Torch von AC kannte man uns dann schon. Anstelle von say Hey, say Ho, dachte ich mir, daß es viel witziger sei, sag Arsch, sag Fotze ins Publikum zu rufen. Kam gut an beim Publikum, weniger jedoch beim WDR, welcher diese Jam aufzeichnete und noch viel weniger bei den Veranstaltern vom Rhenania. Diese stürmten die Bühne und wollten mir die Fresse polieren. Beim Ausweichen bin ich dann leider rückwärts von der Bühne gefallen und hab noch einen Treffer auf die Nase kassiert. Zur Strafe haben wir dem WDR die Tapes geklaut. Ausschnitte davon haben wir dann auf der ersten Scheibe. Alles Absicht veröffentlicht. Natürlich als Teil des Fotzen Raps. Außerdem haben wir die erste Platte nur gemacht, um den Wixern vom Rhenania eine zu schicken. Den Text zu 20 Zoll Mann hatte ich schon lang auf dem Herzen und somit brauchten wir einen Bandnamen. Da wir zu zweit waren, hatten wir zuerst Napalm Duo im Sinn. Da wir jedoch schon die Jungs von Blitz Vinyl kannten, wollten wir uns nicht schon durch den Namen auf zwei Personen beschränken. Somit war das ÄI-TIEM geboren, und wir begannen mit einer viertel Zoll 8 Spur und zwei Turntables Musik zu machen. Manta Manta und Du kannst nix sind so entstanden. Fotzen Rap und 20 Zoll Mann sind schon im Blitz Labor entstanden. Wegen dem Rhenania heißt die Scheibe übrigens auch Alles Absicht. BMX mäßig: Ein paar Shows, ein paar Contests, ein paar neue Rampen gebaut,nix weltbewegendes.

Foto: Mein Ghettoblaster. War immer dabei früher. Riva/Gardasee. Dort sind wir früher eigentlich jedes Jahr mal hingefahren. Haben in Malcesine immer am Strand gepennt. Abends Shows in Riva, dann Party, Ruasch ausschlafen und alles wieder von vorn.

1989 Musikmäßig arbeiten wir schon an neuen Stücken, die Alles Absicht haben wir jedoch immer noch nicht veröffentlicht, mangels Geld. Als Lehrling ist man eben immer Pleite. Im GSV Park haben wir die Halfpipe und die Minirampe mit ein Tablespine verbunden. Am Ende des Flats der Halfpipe haben wir dann noch einen Wallride gebaut, zum Schwung holen für den Spine. Im September 89 in Calabrien (Süditalien) Fortbildung bei Olivetti für den Intel 8086 gemacht. Mein Rad war auch mit und somit ergab es sich, daß ich auch dort Shows fahren konnte, oder mußte, je nachdem. Flatlandmäßig wollte ich mich verbessern, da ich einen Tartantennisplatz zum Trainieren hatte. Flatland war jedoch noch nie meine Stärke. Ich schaffte es, mich hierbei mehr zu verletzen wie beim Rampefahren.

Foto: Riva / Gardasee 1989. Da sind wir früher oft spontan hingefahren. Am Strand gepennt, abends ein paar Shows fahren, mit der Mütze rumgehen, Geld einsammeln, Mädels kennenlernen. Geile Trips waren das. In dem Jahr kam Pauls Boutique von den Beasty Boys raus. Haben wir da bei den Shows im Ghetto Blaster totgeorgelt.

1990 Lehre mit Praxis eins und Theorie zwei beendet und erst einmal über eine Zeitarbeitsfirma bei Quelle in Ossendorf als Radio und Fernsehtechniker gearbeitet. Nach drei Monaten bei Binot Steuerungsbau angefangen zu arbeiten. Lives a Beach wechselte zu Titus und Ralf Maier und ich wechselten zu Skate Rags. Ansonsten alles beim alten. Immer noch auf GT unterwegs. Im Winter habe ich dann von gespartem Geld endlich die" Alles Absicht" pressen lassen. 500 Stück.

1991 Mit Ralph Maier BMX Buch geschrieben. Oakley als Co Sponsor bekommen. Ca 80 Showtage gehabt und viel Geld verdient, da ich immer noch bei Binot als Informationselektroniker gearbeitet habe und am Wochenende Shows gefahren bin. Bei einer Show in Zürich (Züricher Knabenschießen) hatte Titus versucht, uns im Preis zu drücken, weil angeblich kein Geld da war. 800,- DM für drei Tage Show incl. Auf- und Abbau sowie Fahrt. Übernachten mußten wir in einem Asylantenheim. Unsere Abendbeschäftigung, mangels Fernseher war Kakerlaken fangen. Ich hatte ca. 60 Kakerlaken per Feuerzeug gefangen und in einer Tüte gesammelt, welche ich Titus an einen Zettel tackerte, auf welchen ich Schweizer Impressionen geschrieben hatte. Dann fragte ich Titus, ob er mir die Halfpipe vom Saba Stand auf der Ifa verkaufen würde, da ich beabsichtigte, Elektrotechnik zu studieren und mein Studium mit Shows zu finanzieren. Diese war als Showrampe nicht einsetzbar, da beim Abbau schwer beschädigt. Ich kaufte den Schrott für 5000,- DM und fragte Alyn, ob ich diese in einer Scheune auf der Burg umbauen dürfte. Im Winter baute ich also die Rampe um und entdeckte über der Werkstatt einige Räume, welche sich als Proberäume eigneten. Also zogen wir mit dem ÄI-TIEM um auf die Burg, da wir platzmäßig eh nicht mehr klarkamen, da wir inzwischen zur richtigen Band mit Instrumentarium mutiert waren. Da die Arbeit mehr Zeit in Anspruch nahm, als geplant, kündigte ich bei Binot, schrieb mich an der Uni für Elektrotechnik ein und machte mich komplett selbstständig. Da ich sehr viel Geld gespart hatte, konnte ich mir dieses Vorgehen leisten und zog Zeitweise in den Proberaum um. Das sparte Zeit und Geld. Da ich nun sehr viel Zeit auf der Burg verbrachte, schaute ich mich um und beschloß, nach Fertigstellung der Halfpipe mit dem Umbau des Gesindehauses anzufangen. Alyn hatte nichts dagegen und wir fanden eine Lösung, wie ich meine Investitionen verrechnen kann.

1992 Die Halfpipe war fertig und ich schrieb alle Kunden von Titus an. Ich hatte eine Preisliste in 500er Auflage drucken lassen und firmierte unter dem Namen Showtime. Natürlich unterbot ich bei gleicher Leistung alles Preise von Titus um 20%. Alles lief bestens.Nur der Umbau des Hauses entpuppte sich als Albtraum. Bleimantelstromleitungen mußten alle raus, Wasserleitungen, ebenfalls mit Blei mußten alle raus. Aus 7 Zimmern habe ich drei gemacht, der komplette Dachstuhl mußte wegen Holzwurmbefall umfangreich saniert werden, usw.. Nach sechs Monaten war ich pleite und hatte etwas, was nicht einmal die Bezeichnung Rohbau verdiente. Ich war gefrustet und schmiß alles hin. Der Sommer war jedoch sehr gut, ich hatte viele Shows und meine finanzielle Lage verbesserte sich wieder. Titus hatte mitbekommen, was ich getan hatte und regte sich furchtbar auf, von wegen Kundenklau uns so. Frei Marktwirtschaft nennt man das, entgegnete ich, worauf er mir den Vorschlag machte, zusammen eine Firma zu gründen. Im Dezember schlossen wir dann einen Kooperationsvertrag.

Da ich nun wieder flüssig war und ich es eh nicht ertragen konnte, etwas nicht geschafft zu haben, ging ich erneut zu Alyn und wagte einen zweiten Anlauf als Häuslebauer.Im Winter war das erste Zimmer bezugsfertig. Nach wie vor gab es jedoch auch beim GSV jede Menge zu tun, was die Instanthaltung des Parks anging. Außerdem haben wir noch die EP Kein Kommentar rausgebracht. Auflage: 1000 Stück.

Foto: Unser Proberaum / Studio auf der Burg 1992 Gibt auch noch ein Rewind Video mit Interview aus dem Raum. v.l.n.r. Solo, Fader, Benski

 

1992 Die Halfpipe war fertig und ich schrieb alle Kunden von Titus an. Ich hatte eine Preisliste in 500er Auflage drucken lassen und firmierte unter dem Namen Showtime. Natürlich unterbot ich bei gleicher Leistung alles Preise von Titus um 20%. Alles lief bestens. Nur der Umbau des Hauses entpuppte sich als Albtraum. Bleimantelstromleitungen mußten alle raus, Wasserleitungen, ebenfalls mit Blei mußten alle raus. Aus 7 Zimmern habe ich drei gemacht, der komplette Dachstuhl mußte wegen Holzwurmbefall umfangreich saniert werden, usw.. Nach sechs Monaten war ich pleite und hatte etwas, was nicht einmal die Bezeichnung Rohbau verdiente. Ich war gefrustet und schmiß alles hin. Der Sommer war jedoch sehr gut, ich hatte viele Shows und meine finanzielle Lage verbesserte sich wieder. Titus hatte mitbekommen, was ich getan hatte und regte sich furchtbar auf, von wegen Kundenklau uns so. Frei Marktwirtschaft nennt man das, entgegnete ich, worauf er mir den Vorschlag machte, zusammen eine Firma zu gründen. Im Dezember schlossen wir dann einen Kooperationsvertrag. Da ich nun wieder flüssig war und ich es eh nicht ertragen konnte, etwas nicht geschafft zu haben, ging ich erneut zu Alyn und wagte einen zweiten Anlauf als Häuslebauer. Im Winter war das erste Zimmer bezugsfertig. Nach wie vor gab es jedoch auch beim GSV jede Menge zu tun, was die Instanthaltung des Parks anging. Außerdem haben wir noch die EP Kein Kommentar rausgebracht. Auflage: 1000 Stück.

 

Unser Agenturfolder. Rider: Frank Schnütgen aka Hans Solo, Foto: Ralf Maier

1993 Step by Step baute ich das Gesindehaus um, je nach dem wie ich Zeit hatte. Schließlich hatte ich ja noch immer ein Zimmer bei meiner Mutter in Porz. Im Sommer trafen sich dann Ralf Middendorf, Titus und ich um endgültig eine eigenständige Firma zu gründen. Die SMO gab es ja schon, deshalb nannten wir das ganze SMO, Agentur für Extremes. Alles lief wie am Schnürchen. Die Agentur lief gut, Intercord nahm das ÄI-TIEM unter Vertrag und wir brachten unseren Longplayer "Wenn hier einer schießt, dann bin ich das"raus, welcher für unsere Verhältnisse einschlug, wie eine Granate. 7000 Tonträger verkauft in 4 Monaten. Leider rutschte unser Schlagzeuger zu dieser Zeit immer mehr in den Drogensumpf ab.

1994 Unser Schlagzeuger ist verhaftet worden und man hat ihm Überfälle auf 10 Postbanken und 60 Tankstellen nachgewiesen. 100.000,- DM soll er erbeutet haben. So genau weiß es keiner. Wir fielen aus allen Wolken, da wir davon nichts mitbekommen hatten. Die Kohle hat er im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert. Im Februar kam dann der zweite Hammer. Die Stadt Köln strich die Zuschüsse für den GSV und nahm uns das Gelände ab, da dort ein Jugendzentrum gebaut werden sollte. Dabei war der Skatepark doch so eine Art Jugendzentrum, nur das wollte einfach nicht in die Hohlköpfe der Herren Beamten. Da die Stadt uns ein Ausweichgelände versprach, lösten wir den Verein jedoch nicht auf, sondern froren die Mitgliedschaften ein, um jederzeit ohne Neugründung weitermachen zu können. Natürlich haben wir nie ein Ausweichgelände erhalten und meiner Meinung nach bestand auch nie die Absicht. Gebaut worden ist auf dem Gelände bis heute nicht. Abbauen mußten wir auch noch alles selber. Das meiste schaffte ich auf die Burg, um es dort wieder aufzubauen. Hat jedoch nie geklappt, da Alyn andere Pläne hatte.

 

Foto: Californien. In den 90ern haben wir den Winter oft in den USA verbracht. Rumfahren, BMX, Leute besuchen, Leute kennenlernen.

1995 Titus stieg bei "Sport Tec"(Independent) ein und Ralf Maier und ich durften Räder entwerfen und bekamen einen Vertrag mit Umsatzbeteiligung. Im November hatte ich wieder Geld übrig und beschloß mit meinen Freunden Guido Rosen und Stefan Meister in Poll eine Lagerhalle (350qm) mit 100qm Büro anzumieten, um dort einen Textilgroßhandel und Label (Koma) mit Mailorder (Def Dick) und Artworkbüro (Cockroach Artworks) ins Leben zu rufen. Wir produzierten einen 42 Seitigen Katalog mit eigenen Klamotten, Headartikeln, Platten, CDs, Piercingstuff, Graffitybedarf usw. Lief sehr gut an. Auch den Proberaum verlagerten wir in die Lagerhalle, da wir eh keine 350qm Lagerfläche benötigten. Zu dieser Zeit gesellte sich Johannes Quadt als Schlagzeuger zu uns und alles war gut. Für Titus produzierte ich dann noch die CD Kerzen, Glocken, Cadillac. Auflage: 2000 Stück. Im Laufe des Jahres kamen Ralph Bulau von Big Boy Sports und ich durch den Umzug von Big Boy auf ein altes Industriehallenareal auf die Idee, eine Skatehalle zu eröffnen. Nach genauester Inspektion des 12.000 qm Hallenkomplexes fiel die Wahl auf den hinteren, hohen Teil der Halle mit Galerie und kleiner separater Halle für Parties und Konzerte. Im November gründeten Titus, Ralph Bulau, Michael Schmitz und ich eine GBR zwecks GmbH Gründung zum Betrieb einer solchen Anlage und unterschrieben einen Vorvertrag bei der Dibag, unserem Vermieter. Somit war jedoch klar, daß unser Poller Unternehmen nur ein vorübergehendes sein würde.

 

Foto: Mein Eigenbau / Umbau eines Ford Granada Kombi zu einem Cabrio. Sind wir ein Wochenede mit rumgefahren. Rote Nummer und ab geht's.

 

 

1996 Wir haben eine GmbH gegründet, den Mietvertrag unterschrieben und sofort mit dem Umbau angefangen. Kein leichtes Unterfangen, mit 90.000,- DM Startkapital eine solche Halle zu bauen. Daher mußten wir so weit es ging alles selbst bauen, was sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Unser Vermieter war jedoch noch langsamer und behinderte unsere Bauarbeiten extrem. Ich kaufte Titus jede Menge fertiger Rampenelemente ab, was den Bau vereinfachte. Außerdem waren die meisten Elemente von Dave Duncan gebaut worden und somit qualitativ hochwertig. Sport Tec ging den Bach runter. Ralf hat nie Geld bekommen, da die Firma Sport Tec in Richtung Konkurs schlitterte, nicht wegen BMX, sondern wegen Mountainbikes. Ich wählte wie so oft, den Weg der Androhung von körperlicher Gewalt und bekam mein Geld. Ralf nahm sich einen Anwalt und mußte auch noch zahlen. Manchmal ist der primitive Weg einfach der effektivere. Den Laden in Poll lösten wir auf, jedoch mit der Absicht, diesen nach Abschluß der Bauarbeiten in der Skatehalle wieder weiter zu führen, da wir hier genug Platz hatten.

 

Foto: Der legendäre Nude Bowl in Palm Springs irgendwo in der Wüste.

1997 Es kam wie es kommen mußte. Sport Tec meldete Konkurs an und ich mußte wieder gewalttätig werden, um zu meinem Recht zu kommen. Trotzdem haben wir alles in allem 1500 Rahmen Gabel Sätze von meinem Rad "Butt Plug"verkauft. Hat sich gelohnt. Da ich für die Skatehalle Geld brauchte, lösten wir unser SMO Vertragsverhältnis auf und ich ließ mich ausbezahlen. Trotzdem bin ich BMX mäßig weiterhin für Titus unterwegs. Darko sprühte in der Halle auf 250 Plattencover das "Vun Unge"Graffity. Den Mietvertrag für die Lagerhalle mit Büro in Poll lösten wir auf, da ich mich mehr um die Halle kümmern wollte. Man kann eben nicht alles machen oder haben. Trotzdem schafften wir es noch, wenigstens eine Maxi zu produzieren.

 

Foto: Darcos Piece auf 250 Vun Unge Plattencovern. Wurde später versteigert für ein Obdachlosenprojekt. Mehr Infos unter Menupunkt "Projekte"

 

 

1998 Die Rampenlandschaft in der Halle war fertig, unser Vermieter jedoch noch nicht. Auf der kleinen Halle war gar kein Dach mehr und in der großen regnete es nach wie vor rein. Da uns das Geld ausging, beschloß ich am 03.04.98 die Halle zumindest teilweise zu eröffnen. Ohne Baugenehmigung. Ich teilte dem Bauamt mit, daß ich eine Presseerklärung abgeben würde, wenn diese mir Ärger machen würde. Denn die Presse war auf unserer Seite. Natürlich ging unser Gesamtkonzept ohne die kleine Halle für Parties und Konzerte nicht auf, so das wir gegen unseren Vermieter klagten. Der Prozess läuft allerdings heute noch.

Die kleine Halle wurde dann aber doch fertig und wir weihten die Halle natürlich selbst ein. Zusammen mit THC und Dicht aus Hamburg veranstalteten wir das erste Konzert. Ca. 150 Leute waren da. Zur Pop Komm fand dann die erste große Veranstaltung (Goa Party) statt, mit ca. 900 Besuchern. Allerdings hagelte es Anzeigen wegen Ruhestörung, worauf wir die Konzession entzogen bekamen.

Wir haben dann ein Lärmschutzgutachten anfertigen lassen, was besagte, das der Tatbestand einer Ruhestörung mit unseren technischen Mitteln, ohne unsere Kundschaft gesundheitlich zu gefährden nicht erfüllbar ist. Im Oktober, parallel zur Ifma fand dann unser erster BMX Contest statt. Wir beschlossen wiederum, auch ohne Konzession weiter Parties zu veranstalten, schließlich mußten wir ja irgendwie über die Runden kommen. Die Vun Unge Maxi ist bei BSM rausgekommen.

 

Foto: Mittelteil der Domsportshalle. Links war noch der Pool, rechts der Streetbereich und in einer zweiten kleineren Halle noch mal ein paar Streetobstakles.

 

1999 Der Rechtstreit mit unserem Vermieter läuft immer noch. Es regnet auch immer noch in die Halle rein. Wir machten wieder parallel zur Ifma einen BMX Contest, sowie einen Skateboard Contest in Koop mit dem COS und den Red Bull Lokal Hero Inline Contest. Unsere Konzession haben wir auch wieder bekommen. Zur Pop Komm haben wir dann mit Gautsch, DCS, Too Strong, Die L.P. und dem Triebwerk Festival ein Richtiges Faß aufgemacht. Leider haben wir jedoch zeitgleich ein Bußgeld vom Bauamt in Höhe von 100.000,- DM angedroht bekommen, da wir für die Galerie keine Baugenehmigung hatten und trotzdem dort Parties veranstaltet hatten. Doch auch das Problem werden wir irgendwie bewältigen. Außerdem stellt "WON"(Graffitylegende aus München) seine Werke in der Skatehalle aus.

 

Foto: Von einem unserer Roadtrips in den USA. Hier Rückweg aus der Wüste. Da der Wagen immer aufsetzte musste ich laufen, wie der der Ralph, der das Foto gemacht hat auch. Da lagen noch ein paar Meter vor uns. Aber ich durfte ja Michels Tropenhelm tragen. Von daher keine Gefahr. Keine Ahnug wie heiss er das wirklich war, aber ich meine mich erinnern zu können das es grenzwertig war.

 

2000 BMX mäßig hat sich eigentlich nur in sofern etwas geändert, als das ich ab jetzt für KHE im Sattel sitze. Am 18.02. findet endlich die Versteigerung des "Vun Unge"Bildes im Dom Forum statt. Am 15.04. findet die 20 Jahre BMX in Deutschland Jam mit Ausstellung statt. Im März bauen wir die Minirampen im Skaters Palce ab und bauen die Halle in Köln um. Der Bowl wird ganz rund zugebaut und auf eine zweite Ebene kommt eine sechs breite Minirampe.
Leider klappt nicht immer alles so wie geplant. Im November wird jedoch definitiv mit dem Umbau begonnen. Im Gespräch für den Umbau sind Rampenelemente von der Expo, der Halle in Würselen, der Pool aus der Limburger Halle (Colosseum), früher D.O.M.E. in Mönchengladbach, Skaters Palace in Münster und die Streetobstacles der BMX WM 2000 im Kölner Jugendpark. Der im März für echt wahr aufgenommene Rekordversuch (vierer in der Halfpipe übereinander ) wird am 11.11. ausgestrahlt. Angeblich Weltrekord, wobei der Versuch mit vier Leuten auf einer Seite der Halfpipe übereinander zu springen zwar gefährlich aber nicht unbedingt schwierig ist.

 

Foto: Ebenfalls von einem der Raodtrips in den USA. Da sind wir zufällig dran vorbeigekommen. Lag auf dem Rückweg von Palm Springs nach L.A., wenn ich mich recht erinnern kann. Ich glaube wir waren da sogar drin. War aber eher unspektakulär.  Gute Zeit gehabt da, aber es gab auch viele Begebenheiten wo wir froh sein können unbeschadet rausgekommen zu sein. Von den Bullen bis zu irgendwelchen Psychos und Gangscheisse war alles dabei. Venice Beach bei Nacht ist auch eher was für Abenteurer.

 

2001 Das Highlight des Jahres war das dreiwöchige Showengagement in Dubai. Sheik Mohammed, der Kronprinz hatte zum Feiern am Creek geladen. Mega Streetarea und Soulbowl fahren, Dubai geniessen und auch noch nen Haufen Dollars dafür bekommen. Geil. Leider war nicht alles so geil in 2001. Es kommt doch immer alles anders als man denkt. Mittlerweile gehen uns Ämter, Politiker, Konzerne (Vermieter) dermaßen auf die Nerven und an die Substanz, das wir mit unserer Halle umziehen werden. Wohin kann an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Wenn jedoch alles klappt, wird es sicher eine der größten Hallen Europas. 2.600 qm indoor, 1.500 qm outdoor (reine Skatefläche incl. BMX Trails) und unterteilt in separate Street-, Miniramp-, Halfpipe- und Fitnesssection. Mein Buch "Eiswürfeltheorie"macht Fortschritte. Der dazugehörige 12 teilige Bilderzyklus ist auch fast fertig. Das neue ÄI-TIEM Album "Musik für taube Ohren"kommt im Herbst raus. Das "Phobos"Elektroalbum "Elektrozaund"ist immer noch nicht veröffentlicht, aber was solls. Musik ist zeitlos. Mit Fader Gladiator und Gianni noch zwei Maxis gemacht "Level Low"und "Kinder der Straße". Gute Tracks. Ansonsten viele Shows gefahren. 16 Tage Dubai waren auch dabei. Ist ne Reise wert, der mittlere Osten. Eigentlich sollten 2002 noch vier wietere Shows a 5 Tage in Dubai folgen, aber nach dem Terroranschlag in New York sollte man sich Flugreisen in diese Region der Erde wohl besser einsparen. Im Dezember haben wir dann endlich (nach fast einem Jahr Genehmigungsverfahren) mit der MftO Wand angefangen. Bei Teilweise minus 14 Grad draußen malen. Respekt an Seak und Besok für Ihr Durchhaltevermögen, wobei ich mir natürlich auch den Arsch abgefroren habe. Hätte ich nicht meine warme KASA Jacke gehabt, wäre ich sicher erfroren. Die Kasa ist die Kölner Anti Graffiti Aktion und ein Freund hat denen irgendwie eine Jacke abgezogen und mir geschenkt. Ich hab diese dann beim malen angezogen um die Jungs abzufucken, denn jeder Passant dachte nun, die Kasa würde selbst auch Wände gestalten, was zu den kontroversesten Diskussionen bis hin zu Tätlichkeiten führte. So sollte es sein, denn die Kasa gibt jedes Jahr zwei Millionen Mark für Ihre Werbekampagne gegen Sprüher aus, anstatt dieses Geld sinnvoll in Jugendprojekte zu investieren. Deshalb mein ganz persönlicher Rat: Wo immer Euch die KASA auf die Nerven geht, sofort zuschlagen. Es handelt sich nämlich nur um eine Bürgerinitiative die gern Polizei spielt. Die Kasa besitzt jedoch keinerlei Rechte wie die Polizei. Wenn Euch also jemand gegen Euren Willen festhalten will, dürft Ihr Euch gegen diese Freiheitsberaubung notfalls auch mit Gewalt zur Wehr setzten. Zumindest so lange, bis die Polizei kommt. Ansonsten wäre noch erwähnenswert, das ich BMX mäßig den Sponsor gewechselt habe und nun nicht mehr für KHE, sondern für We the People gefahren bin, denn die Räder waren einfach besser, oder ich kam einfach nur besser damit klar.

 

Foto: Axel Reichertz (Axman), X-Up Transfer bei Dubai Desert Xtreme am Creek 2001

 

 

2002 Nix ist so gekommen, wie geplant. Dafür passieren ständig Dinge, die so nicht geplant waren.
Viel Stress mit der Dom Sports Halle. Daher hinkt die Produktion neuer Musik ein wenig hinterher. Drei Verfahren vor dem BGH und zwei Verfahren vor dem OLG, natürlich alles paralle,l müssen erst einmal aufgearbeitet und letztenendes auch finanziert werden. Dazu diverse inszenierte Razzien vom BKA, LKA inclusive monatelanger Beschattung wegen einer angeblichen Verstrickung in einen Mordfall kosten weitere Zeit und Nerven. Im Endeffekt stellte sich heraus, das ein verschmähter sechszehnjäriger Liebhaber das Mädchen umgebracht hat, da diese seine Liebe nicht erwiderte. Lediglich die Tatsachen, das dieses Mädel auch ab und zu in der Dom Sports Halle skaten und feiern war, reichte für einen Verdächtigung aus. So schnell kann’s gehen, wenn man sich mit Konzernen und Politikern anlegt. Und das, obwohl die Dom Sports Halle zu den wohl legendärsten Hallen gehört. Jede Menge TV Produktionen spielten hier, wie z.B. die Wache, Kobra 11, der Clown, Bernds Hexe, Jack Ass the Movie Präsentation, Tony Hawk 4 Präsentation, Depeche Mode Reunion Präsentation, Dolly Buster "Dirty Buster Präsentation, Viva und RTL2 Trailer, Uncle How Video, Monitor Beiträge und noch tausend andere BMX, Skate und Musik Videos wurden hier aufgenommen und produziert. Trotzdem ändert sich nix und Anerkennung ist bei vielen wohl nur ein Fremdwort, welches ihnen aus dem Duden geläufig ist, wenn überhaupt. Aus dieser Situation heraus entstand das Album „Musik für taube Ohren“. Dieses setzt sich hauptsächlich mit dem aufgestauten Frust und der Wut über all diese Geschehnisse auseinander und da ist man auch verbal natürlich nicht zimperlich. Dieser Sachverhalt wiederum wird im Jahr 2003 dazu führen, das die Scheibe per Gerichtsbeschluss verboten wird. Trotzdem noch Zeit für ein weiteres musikalisches Projekt gefunden mit dem Namen Raum 3. Der Name basiert auf der Nummer eines Proberaumes im alten Stollwerk, da einige der Musiker aus dieser Zeit auch heute noch dabei sind. Zu hören gibt’s davon auf dem Sampler „Maschinenhalle“, unter der Beteiligung von Dunkelziffer, Helmut Zerlett, Club off Chaos, Drums off Chaos, Unknown Cases etc.. Darüber hinaus haben wir dann auch noch ein paar Skatevideos mit dem entsprechenden Soundtrack ausgestattet. Ein bis’chen was geht halt doch immer und je schlechter die Laune, desto besser gehen die neuen Tracks von der Hand. Ansonsten, viele Gigs, mal hier mal da. Viel Räd’chen gefahren, auch mal hier und mal da. Und mal wieder den Sponsor gewechselt, zu Hofmann um genau zu sein. 1987 sind wir zusammen auf der Tizer Worlds BMX WM zusammen gefahren. Damals war Matt jedoch erst 15 Jahre alt und heute fahre ich für sein Unternehmen Hofmann Bikes, weil er einer der wohl Besten der Welt war und immer noch ist. Wer hätte das damals gedacht. Ach ja, und ein schönes fettes Piece haben wir dann noch auf die Rückwand der Klapsmühle in Köln am Ring geknallt. Danke Besok und Seak. Dat is Kunst. Mehr Infos unter Menupunkt Projekte.

 

Foto: Pro Skater 4 Präsentation in der Dom Sports Halle

 

 

2003 Arbeit bis der Arzt kommt. Manchmal läuft eben alles Scheiße, egal wie sehr man sich den Arsch aufreisst. Trotzdem, im Februar war es dann soweit, das Album „Musik für taube Ohren“ kam raus und verkaufte sich innerhalb kurzer Zeit fast 6.000 mal. Im Juni 2003 wurde die Platte dann per Gerichtsbeschluss verboten, da man auf der Platte Telefonnummern von CDU Politikern veröffentlicht hatte. Dieses führte zu einer Anzeige wegen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, Beleidigung, Androhung von Gewalt (da der Text dazu in diese Richtung tendierte), sowie wegen Aufruf zur Verübung von Straftaten. Im Wiederholungsfalle sollten Hans Solo und Lord Fader 250.000 Euro Strafe zahlen oder wahlweise sechs Monate in Haft. Hinzu kam, das die Dom Sports GmbH wegen der mittlerweile astronomisch hohen Gerichtskosten Insolvenz anmelden musste. Solos langjährige Beziehung hat diese extrem angespannte Situation auch nicht überstanden, was in der Summe mit diversen anderen Problemen letztendlich in einer psychiatrischen Behandlung endete. Nervenzusammenbruch, Schlafstörungen, Game over für’s erste. Die Krise war jedoch schnell gemeistert und führte dazu, das Hans Solo fortan nicht nur musikalisch, sondern auch mit einem eigenen Magazin „Solos Welt“ bei einem zur damaligen Zeit recht kleinen I-TV Sender www.forutv.deam Start war. Zu dieser Zeit ahnte noch keiner den neuen Boom und dachte daran, das forutv im Jahre 2005 schon zwei Prozent Marktanteil am gesamten deutschen TV Markt haben sollte. Über 500.000 Leute haben sich die diversen Shows angesehen und einzelne Beiträge downgeloaded. Außerdem kam die Idee auf, den alten Def Dick Mailorder wieder zu eröffnen, aber dazu später mehr. Zusätzlich bekam der Solo, der sich ja auch als Maler und Skulpturenbauer verdingte bei dem Designermöbel Outlet Store mam limited eine permanente Ausstellung, wo die einzelnen Exponate auch käuflich zu erweben sind. Auf der Burg gibt’s ja auch noch eine Menge Arbeit und den ein oder anderen Euro zu verdienen, da hier jede Woche diverse Parties stattfinden. Viele Konzerte und außerdem haben der Solo und der Lord Fader im MTC Köln sechs Monate aufgelegt. Nachtfieber / Needlesharing hieß das Ganze. BMX mäßig war das Jahr eher schlecht. Kaum Zeit gehabt.

 

Foto: Unser Graffity zum Album von Seak und Besok. Siehe auch unter "Projekte"

 

.

2004 BMX mäßig immer noch auf Hofmann unterwegs. Da aus dem Konkurs der Dom Sports doch einige Schulden dem Solo in seiner Funktion als Geschäftsführer auf’s Auge gedrückt wurden, blieb erstmal nix anders übrig, als wieder im alten Beruf als Informationselektroniker zu arbeiten. Ist halt doch gut, wenn man irgendwann mal einen ordentlichen Beruf erlernt hat. Dabei traf er auf zwei fähige Typen (Hallo Jochen, Hallo Volker), welche sich zum Ziel gesetzt hatten, in die Gewölbe unter der Hohenzollernbrücke 25 Proberäume, sowie Veranstaltungsräume zu bauen. Das ist mindestens so wahnsinnig, wie eine Skatehalle in eine alte Industriehalle von 1912 zu bauen. Ich liebe Wahnsinnige. Also erstmal Strippenziehen angesagt. Ein sehr interessantes Projekt und eine echte Herausforderung, nicht nur was die Brandmeldeanlageinstallation angeht. Der legendäre Bogen 2 erwachte zum Leben. Außerdem lernt man so wieder jede Menge erstklassiger Musiker für weiteres Projekt kennen. Doch auch dazu später mehr. Solo tut sich mit der Mutha aka Paco von K.P.A. (Köln Porz Asozial) zusammen und man produziert den Tonträger „Asitopf“.
Dann haben wir parallel Def Dick international Mailorder und Vertrieb neu gegründet, sowie ein weiters Label Namens MvK Muzikk Produktion, deren Chef und Inhaber jedoch die Mutha aka Paco von K.P.A. ist. Koma Textilien hat man auf dem Wege auch gleich wieder in’s Leben gerufen. Ansonsten, Solos Welt läuft, mam limited läuft, Holy Chaos läuft, alles läuft irgendwie rund und ganz gut. Außerdem haben wir uns die Zeit genommen mit der Arbeit am Album „Murphies Gesetz“ weiter zu machen, da meist nix funktioniert wie geplant, aber dafür Dinge funktionieren, die gar nicht eingeplant waren. BMX mäßig war auch diese Jahr eher schlecht.

 

Foto: Das Jackass Team zur Jackass the Movie Prmiere bei uns in der Domsportshalle. Das War aber schon 2002. Die haben dann auch noch was gedreht bei uns. Völlig durchgeknallt die Jungs. Aber von daher passte das ja. Hamwa Spaß gehabt.

 

2005 Def Dick läuft, Bogen 2 läuft, Murphies Gesetz ist fast fertig und wird dieses Jahr noch released, das Buch „Eiswürfeltheorie“ ist auch fast fertig, Musik für taube Ohren erscheint in einer abgeänderten Version wieder im Handel, MvK läuft, Vertrag mit Soulfood/Sony und Rerelease des gesamten Back Kataloges läuft, Solos Welt läuft und man hat sich die Zeit genommen ein Underground Hip Hop Magazin „Channel Zero“ für forutv zu produzieren. Verantwortlich dafür ist jedoch die Mutha aka Paco von K.P.A. und der Solo hat natürlich auch wieder seine Finger mit im Spiel. Klamotten werden auch wieder produziert. Außerdem arbeitet man an diversen Produktionen und released was das Zeug hält. So z.B. Prof. Te (Creme de la Creme) aka der Grobian Single Hip Hop Barbecue, sowie das Album „Grobian lebt“, K.P.A. EP „Asitopf“, Single „Direkt aus der Klapse“, Album „Asozialitätstheorie“ Maxwell Hardcores Album, Underground Explosion Vol 4 (bei Def Dick im Vertrieb, Big Noise als Label und man nimmt Turbo B (Ex Snap Frontmann) unter Vertrag und released die Single „New Day“. Album und DVD von Turbo kommen auch noch dieses Jahr.Das nächste Album vom Äi-Tiem ist in der Mache und wird „Viduum“ heißen. Mit Big Noise arbeitet man an dem nächsten Sampler „kölsche Tön“. Zwei Studios werden gebaut und tausend andere Dinge tun sich, deren Beschreibung an dieser Stelle sicher den Rahmen sprengen würden. Back to Business eben. So soll’s sein. Darüber hinaus ist auch endlich wieder Zeit für BMX. Ein paar Shows sind auch dabei. Gut so. Ich bin alt und brauche das Geld. Zusammen mit Ralph Maier und Axel Reicherts, welche unter anderem Skatepark aus Beton entwerfen und bauen, beabsichtigt man in Porz, Köln und Wesseling Skateparks zu bauen, wie in z.B. iun Trier schon geschehen. Mal seh'n, was draus wird.

 

Foto: Icke im Planet Hollywood in Dubai. Stylemäßig war ich da voll integriert inclusive Rolex und Porschebrille (noch schnell auf dem Basar gekauft), denn sonst wäre ich da ja nicht reingekommen. Ach ja, Krawatte war da auch Vorschrift. Ich hab halt ein Händchen für schickes Design.

 

 

 

2006  Def Dick läuft immer noch. Holy Chaos und Koma Textilien damit auch. Reich wird man damit zwar nicht, aber es hält einem am Leben. Statt „Viduum“ haben wird „Murphies Gesetz oder wegen Geldmangel verschoben rausgebracht“. So ist das Leben. Ständig für andere am releasen, da bleibt die eigene Mucke auf der Strecke. „Solos Welt“ als DVD rausgebracht. Die „Köln Dokumentation“ produziert und rausgebracht, wo der Solo endlich mal Filmmusik machen durfte. Hammer Film. Doppel DVD. „Köln ist ein Gefühl“ ist der Untertitel und da ist was wahres dran. Ansonsten viele Gigs, aber leider nur wenig neues. Viele Kollabos wie Ian Rian („wo 8cht Ultra), Reimwerk Orange (Barmann), Microphon Mafia, Terzel Trauma etc. aber kein neues Album. Viduum liegt auf Eis. Keine Zeit. Ätzend irgendwie. Und immer nur arbigge, arbigge, arbigge. Aber der Bogen 2 läuft und somit hat der Solo da, neben der Burg auch genug zu tun. Ansonsten nur noch wenig Zeit BMX zu fahren, was sehr Schade ist. Dafür hab ich aber den internationalen Tauchschein gemacht. Tauchen ist der Hammer. Echt krass. Was die Bücher angeht, so komm ich einfach nicht wirklich zum Schreiben.

 

Foto: Backflip auf ner Show irgendwo in der Nähe von Hamburg.  Ist aber schon was älter das Foto. Unschwer am Rad zu erkennen. das Bild müsste der Ralph "Rolli" Maier gemacht haben.

 

2007  Ja ja, Def Dick. Läuft und läuft und läuft. Inzwischen haben wir 110 Produkte released. Wer hätte das gedacht. Aber dank Internet und der weit verbreiteten Einstellung, das Musik ja kostenlos aus dem Netz zu kommen hat, sind die Zeiten nicht grad einfacher geworden. Von daher ein gutes Scheissjahr. ÄI-Tiem mäßig nicht viel los. Schade, aber so ist das Leben.  Na ja, ein paar Gigs hier und da und ein paar Kollabos und Samplerbeiträge. BMX mäßig auch kaum Zeit. Ab und zu tauchen gehen. Aber eigentlich die meiste Zeit am arbeiten. Na gut, für Urlaub und Tauchen war natürlich schon noch Zeit.

 

Foto: Sogenannter Bunbuzzer Air von mir. Auch schon was älter, aber ein schönes Bild. Nix konnte schöner sein als mit Freunden BMX zu fahren. Damals immer draussen und immer unterwegs.

2008  Das Jahr 2007 hat gezeigt, das der Tonträgermarkt völlig am Ende ist. Deshalb haben wir am 31.12.07 Def Dick aufgelöst. Lohnt sich einfach nicht. Es gibt tausend Gründe, aber da wollen wir jetzt nicht drauf eingehen. Holy Chaos und Koma Textilien sind jetzt wieder frei und auch den Vertriebsvertrag mit Soulfood / Sony haben wir aufgelöst. Für die Stückzahlen braucht man keinen Vertrieb, da bekommt man auch alleine hin. Neben dem Bogen 2 haben Jochen und Volker noch die Klangstation in Bad Godesberg übernommen. Der Solo saniert das Ding. Neue Technik etc. Schöner Laden jetzt. Dafür haben wir aber endlich wieder angefangen an neuer Musik zu arbeiten. Wird ja auch langsam Zeit. BMX mäßig auch nicht viel los. Dann kam leider der große Hammer. Nach dem wir die Klangstation eine halbe Stunde vor der Eröffnung fertig bekommen haben, was ich bei den ganzen Problemen welche alte Gebäude so mit sich bringen bis heute für ein Wunder halte, bin ich quasi von der Leiter runter und direkt zum Flughafen. Auch nach Ägypten zum Tauchen ans rote Meer. Das war am 8.August. Im August in Ägypten Urlaub zu machen ist keine gute Idee, wie wir dann festgestellt haben. Tagsüber 42 Grad im Schatten, nachts dann was kühler, so 36 –38 Grad. Am zweiten Tag bin ich dann umgekippt. Game Over. Hab mir dann auch noch ne Streptokokkeninfektion an ner Klimaanlage zugezogen, die mir dann aufs Herz und die Bauchspeicheldrüse gewandert ist. Streptokokken sind ganz miese Hurensöhne, soviel kann ich sagen. Penizillin, MRT, CT, Magen und Darmspiegelung usw. Das volle Programm. Dankeschön. Wie schon gesagt, bei den Temperaturen schaltet der Körper ne Stufe runter und Bakterien ne Stufe hoch. Dann hab ich auch noch allergisch auf das Penizillin reagiert. Da hatte ich dann echt die Schnauze gestrichen voll. Fuck 2008. Auch sonst ist ne Menge Scheisse passiert, auf die ich nicht näher eingehen will, die mich aber tierisch abgefuckt hat.

 

Artwork / Foto: Sinnsuche?!

2009  Nach 2008 denkt man dann, kann ja nur besser werden. Oder, es könnte schlimmer kommen. Und es kam schlimmer. Irgendwie hängen alle in den Seilen. Wirtschaftskrise blabla und so. Schwierig. Weltwirtschaftskrise? Ich lach mich tot. Noch nie haben Politiker so mit der Kohle rumgeschmissen. Ja wo kommt die denn auf einmal her. Für Kindergärten ist kein Geld da. Für Banken schon. Politiker sind wie Streptokokken. Siehe 2008. Hinzu kommt, das nach 6 monatiger Ärzteodyssee man endlich festgestellt hat, warum ich 2008 in Ägypten den Blackout hatte. Ne Eiterzyste am Zahn durch eine stille Wurzelentzündung, welche scheinbar auf dem Hinflug aufgeplatzt zu sein schien und meinen Kopf vergiftet hatte. Dadurch war mein Immunsystem abgelenkt und die Streptokokken hatte freie Bahn. Kleine Ursache, große Wirkung. Im Mai haben sie mir dann die Kiefer, Neben, Stirn und Basalhöhlen im Kopf ausgeräumt. Das war Freitag der 22.05.09. Montags drauf haben ich und meine Lebensgefährtin sich getrennt und Mittwochs.den 27.05.09 ist meine Mutter gestorben. Saß einfach tot vorm Fernseher. Das Leben ist die mieseste Hure die ich kenne. Worte reichen nicht aus um zu beschreiben was einem da so durch den Kopf geht. Am liebsten hätte ich mir in den Kopf geschossen. Meine Mutter war 10 Jahre schwer krank und es kam nicht unerwartet aber man verdrängt es trotzdem die ganze Zeit. Die schwerste Zeit meines Lebens. Die nächsten Monate habe ich dann damit verbracht, zu versuchen aus dem Loch wieder rauszukommen, denn meine Mutter würde nicht wollen, das ich mir deshalb das Leben schwer mache, egal wie hart es einen auch treffen mag. Aber solche Dinge brauchen Zeit und deshalb werde ich mal sehn was das Jahr noch so bringt. Ist ja noch nicht vorbei. Im Grunde genommen ist mir zur Zeit auch vieles echt scheissegal. Aber ich hab wieder mit dem Schreiben angefangen. Das hilft irgendwie.

 

Artwork / Foto: Das Äi-Tiem / Hans Solo auf der Suche nach dem heiligen Gral.

Gib's auch ein Bachpiece zu. Ich tausche da grad den Gral gegen einen Sack voll Musik.

 

2010

Neues Jahr, neues Glück im wahrsten Sinne des Wortes. Murphies Gesetz funktioniert ja zum Glück auch andersrum. Trotzdem fällt alles irgendwie schwer, aber es passiert wieder was. Zum Glück rufen immer wieder ein paar Leute an die was machen wollen. Daher erstmal mit Michelmann und dem Party Bass Mob für das Album „Geil und durstig“ den Track „Frauen, Bass und Geld“ aufgenommen. Zustande gekommen ist das über meinen Job als Techniker bei Konzerten z.B in der Klangstation, Bogen 2 etc. Man trifft und man sieht sich. Alles gut soweit. Bin für jede Ablenkung dankbar. Trotzdem nur halbe Kraft voraus. Neuorienterungsphase irgendwie. Wo komm ich her, wo will ich hin. Was macht noch Sinn und was kann weg.

Dann noch mit den Kölner Stadtmusikanten, einer Initiative von Adelsmann „Fleisch und Blut“ aufgenommen und ein Video bei Prochnov in der Metzgerei gedreht. Endlich wieder normale Leute treffen. Und weils so viel Spaß gemacht hat im Dezember mit den Kölner Stadtmusikanten gleich noch den Track „Fire mit uns“ nachgeschoben. Video wurde dann bei mir hinter der Scheune gedreht. Da habe ich dann auch gleich mal ausgemistet. In dem Feuer im Video verbrennt sogesehen ein teil meines alten Lebens. Ballast abwerfen. Platz für Neues schaffen in allen Bereichen. Keine einfache Aufgabe. Daher beschäftige ich mich auch erstmalig mit den neuen Medien wie Youtube und Facebook. Dinge die ich bisher komplett ignoriert hatte. Also erstmal Kanäle (soloswelt, antikanal, cosmicologne, koelnisteingefuehl) aufmachen und altes Zeug hochladen um der Parallelwelt die da zu existieren scheint mitzuteilen: Es gibt uns/mich noch. Fleißarbeit und irgendwie auch Vergangenheitsbewältigung zum Thema wo komm ich her. Vorraussetzung für den nächsten Schritt: Wo will ich hin.

 

Foto: Vom Videodreh bei Prochnow. Völlig Gaga der ganze Tag.

 

 

2011

Weiterhin alten Kram von Solos Welt DVD , Alben, Köln Dokumentation etc. digitalisieren und bei Youtube hochladen. My Vidoe und Vimeo hab ich auch was gemacht, aber ich finde die beide Scheiße. Genauso wie Soundcloud. Zu unpersönlich. Ansonsten aber gutes Medium um Leute zu erreichen. Da ich bis dahin immer darauf angewiesen war zu anderen Leute ins Studio zu fahren um was zu machen traf ich die Entscheidung mit mein eigenes Studio zu bauen um in Zukunft schneller und effizienter arbeiten zu können. Zum einen wegen der ewigen Fahrerei, der Zeit die dabei draufgeht und den Kosten dafür, zum anderen will ich die Leute auch nicht zu sehr nerven. Quasi einer der Schritte auf dem Weg zur Beantwortung der Frage: Wo will ich hin. Daher starte ich auch gleich mit dem damaligen Studioinhaber Jens Walther, mit dem ich auch die Köln Dokumentation produziert hatte einen Dokumetarfilmchannel unter dem gleichen Namen wie die damalige Doppel DVD über Köln „Köln ist ein Gefühl“. Allerdings produzieren wir die Filme jetzt alle in 3D. In dieser Kategorie belegten wir dann auch gleich beim Camgaroo Award den zweiten Platz und wurden in München dafür ausgezeichet. Da das alles jedoch erstmal Geld kostet auch weiterhin buckeln als Techniker. Inzwischen aber z.B. am Flughafen für die Lufthansa, auf der Wasserburg, Klangstation, Bogen 2, aber auch große Bühnen wie Westphalenhalle, Espritarena etc. Ein paar Gebäude sanieren. Was man halt so macht um geld zu verdienen. So ist das eben. Rock'n Roll macht ja aber auch oft Spaß. Oft ist aber nicht immer. Was soll's.Dann noch ein paar Auftritte hier und da. Ein paar Platten auflegen hier und da. Leute treffen, Neues Rad aufbauen und wieder mal Rampe fahren. Für Ausgewogenheit sorgen und nicht wieder in das scheiss Hamsterrad der Vergangenheit zu geraten. Aber so ist das System. Den Pöbel immer schön am laufen halten und absahnen. Aber so verrückt wie früher lass ich mich nicht mehr machen. Was soll schon passieren. Wo nix ist kann man auch nix holen. Wobei das jetzt auch ein Stück weit Jammern auf hohem Niveau ist. Das war's dann auch eignentlich schon. Ein paar Blödelvideos wie Jigsaw, Die Wahrheit über Rocky, CSI... tauchen im Netz auf. Zeitvertreib irgendwie. Experimentieren mit den neuen Medien. Dafür auch ständig lernen, was programme, Kameratechnik usw. angeht. Wenn ich mir ja eh schon ein Tonstudio aufbaue, dann kann ich den Videokram auch gleich selbst machen. Dann habe ich mit den Jungs von EIgelstein Royal noch meinen ersten Track auf Kölsch "Juppeidi JVA" für den Bassneval Vinyl Sampler aufgenommen.  Kölsch rappen geht besser als ich dachte, wobei es eher so ne Art Pidgin Kölsch ist, also eher so Rheinländer Hardcore Slang als richtiges Kölsch. Passt aber, denn sonst würde ausser in Köln wahrscheinlich keiner ein Wort verstehen.

 

Foto: X-Up in der Halfpipe in der Domsportshalle. Schon ein paar Tage alt.

 

2012

Eigentlich soll ja dieses Jahr die Welt untergehen. Mal wieder. Passiert aber nix. Äi-Tiem mäßig nix neues. Aber ich nehme mit Svenzn Mandela und Marek Jonda (Emmigrant) den Track Konferenz für das Album Tiger im Käfig auf. Erscheint bei Dica Records. Jungs aus Wermelskirchen. Sven ist auch Techniker und so laufen wir uns ständig bei Konzerten über den Weg. Meist im Bogen 2. Im Bogen gabs dann auch Probleme wegen Brandschutz. Deshalb habe ich da die Treppenhäuser auf F90 ertüchtig. Was für ne Maloche. 30mm Rigips Fireboardplatten im Treppenhaus in 6 meter Höhe montieren. Eine Platte wiegt gut 60 kg. Ich könnte von morgens bis abends kotzen. Aber.... Muss sein, sonst dürfen wir den Bogen nicht weiter betreiben. War nach 14 Tagen erledigt. Aber 14 Tage an die ich mich den Rest meines Lebens erinnern werde, denn es war Sommer und ich/wir schleppten zig tonnen staubiges Material wir Rigips, Ytongsteine und palettenweise Baukleber, Putz und Spachtelmasse da rein um es dann auch noch in den Gängen zu verarbeiten. Fitnesscenter kannste da gleich kündigen bei 40 kilo Säcken. Ohne Aufzug versteht sich. Man lernt das Schöne erst zu schätzen wenn man weis wie sich Scheisse fressen anfühlt. Lektionen in Demut nenne ich sowas. Dann noch mit DKM - Der kleine Mann – für's Freigeist Album den Track Teamwork aufgenommen und released. Allstartrack mit 1000 Grad (MPH + Heematom), Patrone, Yas, Mano Malo, Ting Wa, Onkel Dom, Rask, Mike Chatta, Jung Fu, Angry Teng, Hans Solo. Dann gab ich unter meinem Realname noch mein Debut als Hörbuchsprecher und Produzent. Ausgerechnet Rainbow - Das Hörbuch. Rocklegenden. 3 fach CD. 3,5 Std. Material. Nicht fragen wie sowas zustande kommt. Ich verstehe es oft selbst nicht. Ich halte mich auch echt für einen schlechten Sprecher mit meinem nuscheligen rheinländer Akzent. Was solls. Da habe ich viel über das Rockbusiness gelernt und erstmals Biographien gelesen. Eben von Rainbow, Black Sabbath, Motörhead (Lemmy) Ozzy Osborne. Aber auch die von Leonard Nimoy (Spock) und William Shattner (Capt. Kirk), der auch zwei gute Alben gemacht hat. Alles coole Jungs, außer Ritchie Blackmoore, der muss wenn alles stimmt was geschrieben steht ein echtes Arschloch gewesen sein. War sone Phase von mir, wahrscheinllich auch im Findungsprozess nach dem Motto: Wie sind andere denn so mit ihren Rückschlägen so umgegangen. Denn die Kunst scheint ja darin zu bestehen gestärkt aus einer Krise herauszukommen und nicht darin unterzugehen. Ich meine bei allen bei denen kein kommerzieller Aspekt im Vordergrund steht, sondern die Liebe zu Sache selbst, also den Überzeugungstätern das ganz gut geklappt hat. Nicht das mir das schon früher klar gewesen sei. Meine Oma hat mal zu mir gesagt, das sie nicht verstehen könne das der Boris Becker immer noch Tennis spielen würde, der hätte doch jetzt Geld genug. Ich habe zu ihr schon damals gesagt, das der Boris halt einfach gern Tennis spielt. Ich mach derweil komische Videos wie z.B. 10 stunning Apps for your I-Phone, wo ich meinem Frust über dieses tolle Produkt freien Lauf lasse.

 

Foto: Keine Ahnung. Könnte Dock 8 sein, odr MTC. Der Anzug den ich irgendwann mal wie all die anderen auch genäht hatte begleitet mich schon viele Jahre. Früher war der auch mal beleuchtet wie beim elktrischen Reiter.

 

Ansonsten spielt sich im Moment alles eher viral ab, also bei soloswelt auf Youtube. Da spielt sich abgesehen von Gigs eingentlich grad alles ab. Darüber beginnt auch die Kooperation mit der Krip Hop Nation. Ein weltweites Hip Hop Projekt auch mit vielen Mitgliedern die ein Handycap haben. Gute Sache. Durch Binki Woi kommt es auch hier zu einem viralen Release. Außerdem fange ich an auch wieder an unter verschiedenen anderen Pseudonymen elektronische Musik zu produzieren So lade ich dieses Jahr mein erstes Experiment unter „Cosmicologne – Number one“ hoch. Außerdem beginne ich als Franz Brandwein, einen trinkeneden renitenten Rentner zu spielen und bei Antikanal hochzuladen. Wat ist loss? Mit Lustikus von Porzellan aufgenommen, wozu der meister dann ein Video gebastelt hat aus verschiedenen Zeitungscovern. Dann habe ich mit „Langeweile“ Trickfilm auf Kästchenpapier gebastelt und bei Juliens Blog Battle mitgemacht. Dann schickte mir Chris (Sicktunes) einen sehr minimalistischen Beat über den ich dann „Es kümmert mich nicht“ gemacht habe. Dann gleich mit Round One weiter gemacht, einem Kriphop Nation Allstarprojekt. Mit RD23, Leroy F. Moore, 7th7ign, Dr. Wahnsinn und Skull Damage. Leute mit denen ich ohne sozial media nie in Kontakt gekommen wäre. Alles läuft nur noch via Datentransfer. Neue Welt für mich, aber geil. Dann hatte ich mit „Monolog eines Schizophrenen“ die Idee zu einem Kurzfilm den ich eigentlich für eine veranstaltung bei Arte eingereicht hatte. War gar nicht als Track gedacht und ist dann doch irgendwie zu einem richtingsweisenden Marker auf meinem Weg nach irgendwo geworden. Das sind Texte die plötzlich einfach da sind. Plopp.Dann hatte wir nen irren Fisch im Aquarium. Der hat getanzt wie ein Irrer. Ich habe ihm ein Lied gebastelt und als „Discofisch“ hochgeladen. Völlig Balaballa irgednwie, aber macht Spaß. Dann Juliens Blog Video Remix vom 3D Meister.

Dann habe ich meinem Ärger über Tim Dog Luft gemacht und „Tim Duck“ gebastelt und im Video seine CDs verbrannt. Ich war mit ihm in den 90ern und Blitzmob ja schon mal auf Tour. Daher kannten wir uns. Dann kam er wie schon geschrieben 2006 mit seinen Album BX Warrior um die Ecke. Wir hatten das dann produziert und wollten das über Def Dick/Sony/Soulfood releasen. Deshalb ist das auch meine Katalognummer, LC und Barcode drauf. Sachen gibt’s. Aber der feine Herr hatte dann versucht uns mit einer Scheinfirma zu bescheissen. Ich/wir hatten den Release daher damals gestoppt und einen Haftbefehl erwirkt. Es gab dann noch ein paar unschöne Telefonate wo er meinte mir/uns drohen zu können. Meiner Aufforderung doch einfach mal vorbeizuschauen ist er aber leider nicht nachgekommen. Schade eigentlich, denn das hätte ich von ihm erwartet. Außerdem finde ich das Album bis heute immer noch gut. Seine Entscheidung. Seine Wahl. Das hätte er anders haben können. Nun ja, er hat ja dann später über Datinghotlines ältere Damen als Hochstapler und Heiratsschwindler betrogen und ist dann wenn man der Presse glauben darf im Februar 2013 gestorben, wobei es auch da unklarheite geben wird, denn 2013 kommt ja eigentlich erst noch. Dann aus Jux und Dollerei Manta Manta Reprise ( mit der fehlenden 3. Strophe) /fertig gemacht. Die dritte Strophe hatte bei unserer ersten Scheibe nicht mehr aufs Band gepasst. Als Franz Brandwein habe ich dann noch „Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub“ und „Es brennt Herr Präsident“ gemacht. Experimentierphase Eben. Sag ich ja. Irgendwann im Laufe des Jahres bekam ich dann einen Anruf von Mirko, weil es Probleme auf einer Baustelle für einen Airbus Flugsimulator gebe und ob ich einspringen bzw helfen könne. Hab ich mir angesehen und bin somit ins Flugsimulatorbusiness eingestiegen. Welche Ausmaße das noch annehmen würde war mir da noch nicht klar. Aber.... Sehr interessant. Ich liebe ja Herausforderungen. Und es sollten einige auf mich zukommen. Außerdem noch als technischer Leiter die „Christmas Avenue“ ins Leben gerufen. Läuft irgenwie.

 

Foto: Ne Fangowanne in einer Physiotherapiepraxis wo ich den Rückbau gemacht habe. Immer noch Hammer und Spitzhacke. Wahrscheinlich brauch ich das, auch wenn ich's oft hasse.

 

 

2013 Disko Degenhardt fragt ob ich Bock hätte nen Track für sein Album Harmonie Hurensohn 2 mit ihm zu machen. Still F.O.T.Z.E. Gibt's auch ein Video zu auf Deges Kanal. Thematisch geht’s da genau um das was mich die letzte Zeit so beschäftigt hat. Eine Zeile in meinem Part lautet: „Ist es Zeit sich zu ändern, oder bleib ich mir treu?“ Der alte Konflikt. Die alten Begleiter werden sagen, der neue Kram gefällt mir nicht und die neuen Begleiter werden sagen, der alte Kram gefällt mir nicht. Somit spielt es überhaupt keine Rolle was du machst, es wird sowieso nicht allen gefallen. Daher habe ich mir wohl gedacht, „Es kümmert mich nicht“ und mache einfach das was ich für richtig halte. So gesehen bleibe ich meinen Wurzel treu, obwohl ich mich musikalisch tatsächlich doch irgendwie verändere. Irgendwie schizophren, was ja auch schon wieder irgendwie passt. Wems nicht gefällt muss es sich ja nich antun. Aber ich lebe zum Glück ja auch in Zeiten wo irgendwie alles erlaubt ist, weil viele so denken. Zu der Zeit wo meine Eltern so alt waren wie ich jetzt wärst du ein Aussätziger gewesen und wie die Sau durchs Dorf getrieben worden. So gesehen alles gut und entspannt. Kunst darf das. Gleich im Anschluss noch mit Michelmann & DJ Hypa Aktiv für das Album Back to Deutsch Bass den Track Supersexy aufgenommen und released. Einen Track mit Mr Mixx von der Two Life Crew aufzunehmen noch all den Jahren war wie Balsm für die Seele, auch wenn der ein oder andere das vielleicht nicht verstehen kann. Aber der Fotzen Rap ist ja wegen den Jungs von der Two Live Crew und ihrem Track „Hey we want some Pussy“ überhaupt erst entstanden. Gleich und gleich gesellt sich gern hätte meine Oma jetzt wieder gesagt. Mit an Bord: Schwartz, DJ Mr Mixx, Michelmann, DJ Hypa Aktiv und Miss Doggystyle. Erschienen auf Michelmann Records. Dann kam von den Ugly Cowboys eine skurile Anfrage, ob ich Lust hätte auf der Groov an einem Floßrennen und Surfwettbewerb teilzunehmen. So haben wir (die schweren Jungs und die Hansa Posse Porz) als Team "Was weiß denn ich" daran teilgenommen. Zu dem Zweck habe ich dann ein Floß aus Glühweinkannistern gebaut. Davon hatte ich ja durch meine Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt ausreichen zur Verfügung. Natürlich habe ich zu dem Zweck auch mal wieder ein T Shirt als Teambekleidung für alle gemalt. Im Netz existiert auch ein Video dazu. Einfach auf's Bild oben klicken.

 

Foto: Unser Teamshirt. Alkoholbedingte Re-Evolution auf dem Surfbrett mit dem wir auf einer Welle des eigenen Erbrochen surfen. Was soll ich sagen...

 

 

Um meine multiple Schizophrenie noch weiter zu unterstreichen lege ich mir weitere Pseudonyme wie Ectro und Endo Monk, (ein Name den er in den 80ern schon mal in einem anderen Zusammenhang verwendete) zu. Eher experimentell das Ganze. Eine eher rationelle Entscheidung, denn die Welt denkt nunmal in Schubladen und zu genreuberschreitend zu arbeiten unter dem gleichen Namen funktioniert einfach nicht und macht auch keinen Sinn. Sonst wie gesagt erstmal nur virales Zeug. Mit „Realness“ unter dem Projektnamen „10 Kingpins“ mit Psycomatic,K-RINO, Dr. Wahnsinn, Kascade, M.C. Chriscore, Plarks, Flamewords und Infiltrator#1 ein weiteres Krip Hop Ding released. Dann mit Peztboy „Tötungsmaschine“ fertig gestellt. Der Beat lag schon gut 10 Jahre bei mir rum und war in einem anderen Zusammenhang auf einer Terzel Trauma CD zu hören. Zeitloser Beat. Dann „Gelaber“ mit Kingpint & Trackmaster One gemacht. Im Netz habe ich dann ein Drumcomputer T-Shirt gefunden und „Ich bin dein neuer Nachbar“ gemacht. Eher ne Juxnummer. „Stasi“ war dann eher sone Bastelei wo es mir auf die Aussage ankam.

Stefano aka the Jeyenne aka XPQ21, wir erinnern uns, mit ihm habe ich die Lehre zum Infe gemacht hat mit „Monolog“ dann einen krassen Remix vom „Monolog eins Schizophreren“ gemacht. Ich hatte mir zu der zeit einen Greenroom gebaut und darin sind wir dann in grünen Morphsuit Amok gelaufen. Das Chroma Key rendering habe ich dann dem Stephan Meister gegeben und der hat dan dann ein schönes Psychovideo draus gebastelt. Dann bekommt Berlusconi massive Probleme und ich mache mit Nello unter dem Namen „Bunga Bunga Boys“ den Track mit Video „come stai“. Es wird langsam Zeit mir die Kamera wieder abzunehmen, denn ich bin offensichtlich nicht ganz zurechnungsfähig. Dann folgen mit Cosmicologne – Werde ich träumen // Ectro – High Fideliy //Ectro – A=1 & Z=26 // Endo Monk – Are there any Martians //Franz Brandwein – Tour de Franz // Franz Brandwein – Tunnelblick noch einige andere Spielereien und Spinnereien. Ansonsten weiter Bogen2 und Klangstation, sowie diverse andere Baustellen und Großveranstaltung. Außerdem haben wir zu dem Airbussimulator noch einen EC 135 Hubschraubersimulator gebaut im Mediapark. In Betrieb ab Januar 2014. Alles zu sehen unter YOURcockpit.de. Außerdem fange ich auch wieder an zu malen und zu experimentieren im, na sagen wir mal bildnerischen Bereich.

 

 

 

 

 

 

2014

Dieses Jahr läuft der Vertag mit der Bahn über die Bögen im Fundament der Hohenzollernbrücke am Hauptbahnhof aus, wo auch der Bogen2 drin beheimatet war aus. Also ist stufenweiser Rückbau angesagt. Die Freude darüber hält sich in Grenzen, denn wer will schonen einen gut laufenden Laden zumachen und abreissen? Keiner. Genau. Aber so ist das halt bei befristeten Verträgen. Was solls. Ich habe da ja Erfahrung. Zig Container und LKW fahern das Zeug ins Lager oder auf die Deponie. Harcoremaloche ohne Ende. Abo im Fitness Studio gekündigt. Hab grad Training genug. Dann besenreine Übergabe und Tschüss. Schwartz fragt an ob er, ich und Frauenarzt Bock hätten einen Track für sein Doppelalbum Schwartz auf Weiss zu machen. Machen wir. Alte Schule heisst das Teil und erscheint bei Hirntod Records. Passt ja. In dem Jahr startete auch die Koop mit den Jungs von Eigelstein Royal / Büdche Boys. Die machen Beasty Boys Tracks auf Kölsch. Eine Hommage an die Beasty Boys. Ich stoße also als Hänsi Äi dazu und neben einigen Gigs nehmen wir die Tracks Kölsch und Sie's kräftig auf. Erscheint als 7“ mit zwei weiteren Tracks. Intergallaktisch und 3 Mülltonn und ein DJ. Dann erscheint ein Remix von meinem „Monolog eines Schizophrenen“ auf der EMS Kompilation Vol.1. Remix von XPQ21. Erscheint auf Organ Music Bei der EMS habe ich auch schon mal in Sachen Synthesizer doziert. Das Stefano und die EMS aber nach Berlin umziehen passiert da erstmal nix mehr. Also in sachen Kurse, Dozent und so. Ich als Dozent?! Manchmal muss ich über mich selbst lachen. Wie sich die Zeiten doch ändern. Ich lege mir mit Omnivor ein weiteres Pseudonym zu. Dann noch mit Ponch zusammen „J is ne DJ“ gemacht und ein Zeitraffervideo dazu gebastelt. Ein gespielter Witz über Faithless God is a DJ. Danach „Es ist so“ mit Adelsmann gemacht. Ebenfalls mit Video. Konferenz mit Svenzn Mandela, Emmigrant erscheint auf dem Album „Tiger im Käfig“ vom Svenz. Mit Eigelstein Royal in Hamburg im Hafenklang noch ein Spontanvideo zum Track JVA auf'm Gig gedreht. Dann bin ich auf ebay Kleinanzeigen nach Jahren der Suche auf einen original Formantsynthesizer von 1973 gestoßen. Mein erster Synthesizer mit dem ich gespielt hatte damals in der Gesamtschule. Leider mit diversen Fehlern, die ich aber nach und nach reparieren werde. Back to the Roots. Mal wieder schrauben und basteln. Hammerteil. Manchmal hat man Glück. 

 

Foto oben: Mein neues Spielzeug. Formant Modular Synthesizer. Wenn ihr sehen wollt was man damit machen kann, einfach auf's Bild klicken.

 

Und weils 2013 so viel Spaß gemacht hatte bei den Ugly Cowboys und Ihren Wasserspilen auf der Groov und ich das Floß je eh schon gebaut hatte, gleich nochmal als Team Titanic wieder mitgemacht. War auch super Wetter an dem Tag, aber nass waren wir ja eh schon. Diesmal musste ich auch nicht genäht werden. Klick auf den Butto um zum Video zu gelangen.

 

 

 

 

 

Dann noch zig Nebenprojekte gemacht oder alte Tracks auf DAT ausgegraben und hochgeladen. Teilweise recht kurioses Zeug wie z.B. Brüder und Schwestern – Hans Solo & Imperator // Ectro – calling all Beginners // Ectro – minimal // Omnivor – Zeuss // Cosmicologne fet. Nello – Sardegna Driveby // Franz Brandwein – Am Arsch + Leyenschauspiel + Raffiniert + life Gebäude 9 uvm.//

Außerdem setze ich mich nun ab und zu vor die Kamera und erzählt einen, wie z.B. bei „Komm auf den Punkt Junge“. Hierbei geht es um neue Leinwände und Skulpturen die ich grad so mache und dern Bezug zur Mathematik und Physik. Nicht jedermanns Sache, aber was raus muss muss raus.

Dann bin ich noch auf die gloreiche Idee gekommen auf dem Weihnachtsmarkt „Christmas Avenue“, wo ich ja eh die Technik gemacht habe eine Suppenbude zu betreiben. Hat auch alles ganz gut geklaptt, aber nicht das erwartete abgeworfen, daher ein einmaliges Experiment. Aber da der Adelsmann mir dort als Koch der er ja ist mit Rat und Tat zur Seite stand gleich die Idee zu einem neuen Track gehabt. „Angedichtet“ war geboren. Zwischendurch immer wieder mal den Pinsel schwingen. Dies und das, für jeden was.

 

Foto: Leinwand "Punkt". Sprühdose, Schablone und Marker.

Genau Beschreibung gibt's auf Youtube unter "Komm auf den Punkt Junge". Ihr könnt aber auch auf's Bild KLicken und werdet da hin geleitet.

 

 

 

2015

Der Bogen2 ist tot, es lebe der Bogen2, denn es gibt einen neuen Standort wo der Laden wieder auferstehen soll. Expo Gelände Gladbacher Wall in Köln. Jochen fragt mich ob ich die Bauleitung dafür übernehmen möchte. Das der Vorschlaghammer und die Spitzhacke in unserem Bandlogo mal so exzessiv wie dieses Jahr zum tragen kommen würden hätte ich auch nicht gedacht. Ständig brasseln wie ein Doozer ist ja normal bei mir, aber dieses Jahr wird mich noch an die Grenzen des machbaren bringen, vor allem da ich mir um den Schwierigkeitgrad zu erhöhen erstmal schön einen Tennisarm und Knochenödem am rechten Ellbogen zuziehe und zeitgleich meinen linken Innenmeniskus zerstöre. Das kommt davon wenn man versucht zwei riesige Fichten im Garten mir der Axt zu fällen. Schön den Schlagarm und das Standbein zerschossen. Da ich aber schon zugesagt habe und da noch dachte das wird ein Spaziergang kommt eine OP erstmal nicht in Frage. Eine richtige, jedoch auch schmerzhafte Entscheidung wie sich später noch herausstellen soll. Dann fragt Chriscore an ob ich Bock hätte für „Da Sikk Klikk - Roll wid da Sikk Klikk“ einen Track beizusteuern. Wir nehmen auf einem übelst scheppernden und schön dreckigen Infidel Beat den Track: Terror On Demand (T.O.D.) auf. Hans Solo, Mc Chriscore & Dr. Wahnsinn aka Binki Woi. Release auf dem Album Roll wit da sick Klikk. Ansonsten findet das meiste nur noch viral statt zur Zeit, was aber auch gut so ist. Zig Töpfe blubbern grad vor sich hin. Manches erscheint planlos, wird sich aber nach und nach noch zusammenfinden. Ich bastel derweil weiter an meinem neuen alten Formant Synthesizer rum und restauriere diesen. Hab ich ja glücklicherweise mal gelernt. Das Gerät wird noch einen gewissen Einfluss auf später Produktionen haben. Dann fragt Walter von Yourcockpit ob ich Lust hätte die Bauleitung für einen weitere Flugsimulator zu übernehmen, allerdings diesmal in Hamburg / Ericusspitze. Von Rohbau bis zur Eröffnung in 2 Monaten. Das lässt sich durchaus mit der Baustelle in Köln vereinbaren, auch wenn mir da schon klar war das es hartes Brot werden würde. Aber natürlich habe ich da Bock drauf und so ziehe ich für ein paar Monate nach Hamburg und pendel teilweise viel zwischen Hamburg und Köln. Da ich zu Hamburg schon immer einen guten Draht hatte, erstmal Malte und Till mitverprflichtet beim Bau. Dadurch vertiefen sich alte Kontakte zur hamburger Musikszene wieder und mit Malte Bender (dingStar, Bender FX, ehem. THC) gründet Hans Solo dort den Musikalischen Abschirmdienst (M.A.D.) und produziert ein paar Tracks vor, welche später noch released werden sollen.

 

Foto oben: So stellt der Boris sich das vor wenn ich sowas baue. Klick auf's BIld um zur Zeitrafferdoku zu kommen.

Im Rahmen unserer Dreharbeiten zu unserem Dokumentarfilm in 3D über den Kölner Dom habe ich die Möglichkeit zwei mal auf die Spitze des Nordturmes zu klettern. Einmal zur Sondierung und dann für den eigentlichen Dreh. Wie am Anfang ja schon sagte, eine gute Entscheidung das Knie noch nicht oprieren zu lassen, denn nach soner Meniskusoperation kanstedu das alles vergessen in der Art was ichgrad mache, es sei denn du willst der neue beste Freund deines Arztes oder Physiotehrapeuten werden. Auf der anderen Seite sind Schmerztabletten dein neuer Begleiter, denn ohne hälst du das nicht aus auf Dauer. Eagl, denn das wollte ich mir auf keinen Falle entgehen lassen. Eines geht zur Zeit jedoch garnicht. BMX Rädchen fahren. Fühlt sich an als ob dir einer mit ner Stricknadel im Knie rumstochert. Kann man nix machen. Zu der Klettertour existiert auch ein making of Video im Netz. Klick aufs Bild links um hinzukommen. Und zum Jahresabschluss dann noch der übliche Weihnachtsmarktstress, technik und so. Wie schon gesagt, ein ziemlich geiles jahr für mein Knie.

Und dazwischen immer wieter der Versuch musikalisch was abzuliefern. Kurioserweise, obwohl das jahr so extrem vollgestopft ist mit Terminen und Projekten auch hier eine menge Output. Mal mehr, mal weniger professionell. Egal. Viel passiert grad. Zu viel um es alles zu erläutern. Deshalb hier die Liste von dem viralen Kram für den der interessiert ist.

Äi-Tiem - Erbarmunngslos live // Äi-Tiem – Gladbeck live // Einfach nur so – Hans Solo & Fernado // Und warten _ Hans Solo // Die Dinge entwickeln sich – Hans Solo (neue Version fürs Soloalbum) // Angedichted – Hans Solo, Adelsmann & David Dollar // Was ich mal sagen wollte - Hans Solo

Nebenprojekte: Omnivor – Friss Scheisse // Endo Monk – the Sun // Franz Brandwein – von der Rolle + Klüngelüngelüng + Prostata + Erde gut, alles gut //

Labereien: Kapitalerhaltungssatz – Hans Solo // Inflation für Arme // Eiswürfeltheorie //

Analog Synthesizer Tutorial & knobbing Session //



Foto: Ein nicht ganz alltägliches Selfie. Klick auf Bild für's Video

 

2016

Das mit meinem Knie hatte ich ja so geplant um es nun endlich operieren lassen zu können. Den Tennisarm bin ich durch Physio- und Ostheopathie losgeworden. Beim Knie war ohne OP nix mehr zu machen. Zeit für ne Pause, also erstmal OP, dann Physio und die Zeit sinnvoll mit Vorbereitungen für's Soloalbum nutzen. Texte, beats und was man dafür so braucht bauen oder diggen. Aber auch als ÄI-Tiem stehen wir wieder mehr auf der Bühne und auch neue Tracks sind in der Mache. Lord Fader legt mit befreundeten Djs in einen Livestream auf. LoFa Late Night heisst das Ganze und kann später auf Mixcloud unter gleichem Namen gehört werden.

Am 15.06. stirbt völlig überaschend und unerwartet Frank Leben, unser Gitarrist und mein langjähriger Freund mit dem ich grad an neuen Tracks elektronischt Art am basteln war. Was für eine Scheisse. Letzte Woche noch mit ihm vorm Rechner gesessen und dann, zack, weg. Einfach so. Frank saß zwar seit 1999 nach einem Snowboardunfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl, hat sein Leben jedoch mit diversen Tifphasen eigentlich recht gut gemeistert und war immer positiv eingestellt. Ich habe ihn nie richtig jammern hören auch wenn uns allen natürlich klar war wie schwer es ist wenn sich dein Leben so gravierend verändert. Er hat jedoch weiter Musik gemacht und ein elektronisches Album (First Samples) produziert und auch wirhaben in dem Rahmen zusammen an drei Stücken gearbeitet. Eine unfertige Version davon gibt’s im Netz unter dem Titel F&F/Unvollendet. Ich habe ihm ein kleien Erinnerungsvideo dazu gebastelt. Klick auf sein Bild um hinzugelangen.

 

 

 

 

Zur Playlist seines Albums auf den roten Button unter dem Bild klicken.

Irgendwann Mitte des Jahres das erste mal wieder auf'm Rädchen gesessen. Geht noch, aber ich will's noch nicht übertreiben. Das Alter. Haha. Mit Chaid mache ich den Track Alter Sack fertig. Einen Text den ich eigentlich mal Titus zu seinem 50ten geburtstag geschrieben hatte und auch auf seinem Geburtstag in Skaters Palace in Münster damals zum besten gegeben hatte. Und nun marschiere ich selbst zügigen Schrittes auf diese Zahl zu. Zum Glück hat sich die Welt dahingehend verändert das sich heute keiner mehr darum schert wenn man in dem Alter noch so komische Sachen macht. Zur Zeit meiner Eltern wäre ich wahrscheinlich als Freak eingestuft worden und man hätte mit dem Finger auf mich gezeigt und die Strassenseite gewechselt. Alles im grünen Bereich so gesehen. Aber wahrscheinlich hätte ich das damals auch billigend in Kauf genommen. Man hat immer leicht reden wenn man nicht in der Zeit gelebt hat. Ich habe aber oft Sorge ob alles im grünen Bereich bleibt, denn ich habe den Eindruck das die Leute an den Schaltstellen dieses Planeten zunehmend immer bekloppter werden, so das ich mich oft frage wie die überhaupt in diese Positionen gekommen sind. Herausragende Leistungen im humanitären Sektor sinds jedenfalls nicht. Sind ja aber zum Glück nicht alle so. Das gibt Hoffnung. Auf jeden Fall bin ich im Zusammenhang mit den Alten Sack Track auf die Idee gekommen mal ein paar Tricks mit einem Rollator zu machen. Da geht was, aber die Dinger sind nicht wirklich dafür gebaut. Mit dem Knie scheint aber wieder alles gut zu sein wie man in dem Video sehen kann. Dann kann ich ja jetzt das andere kaputt machen. Klick auf's Bild für's Video.

 

Malte Bender aus Hamburg hat die Idee zu einem Remix von JVA und man gründet das Spaßprojekt Colonia Terzett. Auch hier habe ich dann das Thema Old Bad Ass / Rollator nochmal aufgegriffen. Die Leute haben schon echt geil reagiertn denn auf den ersten Blick merkt man ja erstmal die Verkleidung nicht. Hatten wir Spaß im Severinsviertel. Außerdem gründet man durch eine Initiative von David Dollar das Spaß Projekt Eurodance Kings.Das ist dann aber wirklich völlig gaga. Aber auch da soll noch was mehr kommen. Meine Zwangspause hatte einen postiven Einfluss auf meinen Output, auch was die Malerei angeht. Da bewegt sich auch einiges grad. Es ist wie immer. Mal tut sich nix und dann kommen alle auf einmal. Dann noch der Bogen 2 kurz vor der bauabnahme. TÜV ist in da Haouse und das heisst immer Action. Und dann habe ich mit malte noch einen Escape Room in den Flugsimulator in Hamburg genbaut. Video dazu kommt aber erst nächstes Jahr. Und dann wieder Weihnachtsmarktaction, und weils so schön sit kommt noch ne Eistockbahn am Rheinauhafen dazu. Es kommt keine Langeweile auf.

 

 

Foto: Die Rentnergang vor der JVA Köln. Klick auf's Bild für's Video.

 

 

Ansonsten hier und da virale Veröffentlichungen.

Omnivor & Hans Solo – Omnivore // Don Goliath & Hans Solo – bring it on //

OZ, Hans Sol & LSZ – Syntax & Sematik // Colonia Terzett – JVA (RMX) //

Hans Solo & Chais – Alter Sack // Äi-Tiem live – Lass uns einen bau'n... //

Hans Solo live- Was ich mal sagen wollte // Äi-Tiem live – Kleine Wixa //

Äi-Tiem live – Politesse // Eurodance Kings – Mein Herz //

Solos Nebenprojekte:

Flugsimulator Hamburg (Airbus & Bell) making of // Elektrosmog – M.A.D. //

Endo Monk – Reise durch die Zwischenzeit // Endo Monk – LSD //

Endo Monk – Wires // Endo Monk & Egomschine – Küsschenjunkie //

Frequenzen, Wellen, Quantenmusik // F&F – unvollendet //

Kölner Dom Turmbesteigung - Cologne Cathedral Documentation - making of //

Energieerhaltungssatz // Vestax Handy Trax Modifikation // Analogsession 11.03.16 //

Wie alles weitergeht?

 

Abwarten!

 

Nur eines ist sicher:

Ihr werdet es erfahren.

 

So oder so!